Samstag 22.06.2024: Draussen geht es heute ziemlich nass zu und her. Nein, nicht das Wetter meine ich. Auf der Aussichtsterrasse im 7. Stock, auf der Terrasse der Schwestern, dem Weg zwischen Hotel und Zentrum und beim äusseren Treppenabgang, neben der Tiefgarage, überall hört man Wasser spritzen. Wenn ich aus dem Fenster schaue, kann ich überall grosse und kleine Helfer in Gummistiefeln entdecken. Auch die Schwester, die gerade auf dem Weg ins Heiligtum ist schaut sich verwundert um und fragt, was da heute los ist. „Heute ist doch der Hochdrucktag!“, lautet die Antwort.

In einer Helferaktion haben sich einige Schönstätter gut ausgerüstet hier in Quarten eingefunden, um mit Hochdruckreinigern Stein für Stein und Zentimeter für Zentimeter die gepflasterten Wege, Plätze und Betonmauern von Dreck und Moos zu befreien. Michael Gehring, der Leiter des Schönstattzentrums, der den Tag initiiert hat, freut sich über die Unterstützung und ist für das leibliche Wohl besorgt.

Im Vorfeld war es spannend, wie viele Personen sich auf diese erstmalige Aktion wohl melden würden. Wer stellt sich schon freiwillig an einem Samstag den ganzen Tag hin und reinigt mit viiiiiel Geduld Stück für Stück die vielen Platten? Kommt der Tag überhaupt zustande? Werden wir genügend Hochdruckgeräte auftreiben? Aber das Gebrumme der Maschinen verrät, dass an vielen Ecken des Zentrums Helfer unterwegs sind. Ein Jugendlicher freut sich: „Man sieht sofort einen Erfolg, das ist echt cool!“ Und der Unterschied ist wirklich deutlich sichtbar. Oben auf der Dachterrasse entdecke ich, dass die gereinigten Steine ja in Wirklichkeit rötlich sind und nicht dunkelgrau! Und auch ein bisschen Spass darf sein. Ein Helfer hat hier oben auf die noch schmutzigen Platten ein Heiligtum „gespritzt“.

Auch der Regen, der am Nachmittag plötzlich auftaucht, stört die Helfer nicht. Ein Helfer kann fast nicht mehr aufhören. „Ich habe immer noch etwas entdeckt und wollte das noch eben schnell sauber machen. Und dann hab ich noch was gefunden, und noch was.“

„Es ist noch erstaunlich, wie viele Leute unterwegs zum Heiligtum sind.“ Ein anderer Helfer staunt, dass den ganzen Tag immer wieder Leute an ihm vorbei zum Heiligtum gehen. Manchmal begegnen ihm verwunderte Blicke, oft aber auch interessierte Fragen, was denn hier los sei. Und viele Marienschwestern die vorbeikommen, schenken den Helfern ein dankbares Lächeln.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer die dabei waren und „Unser Quarten“ wieder zum Strahlen gebracht haben!