Verso l’Alto

Vor einem Jahr wurde Pier Giorgio Frassati heilig gesprochen. Er lebte von 1901 bis 1925 in Turin. Sein Motto «Verso l’alto», schrieb er auf ein Foto anlässlich seiner letzten Bergwanderung. Er hinterliess ein Leben, welches geprägt war von Zuwendung und Hilfsbereitschaft, von der Gabe, in seiner Umgebung Freude und Sehnsucht nach dem Höchsten zu wecken. Die Menschen wurden mitgezogen.

Wer hätte dies nicht schon erlebt: In der Nähe von Freude entsteht Freude, in der Nähe von Sorgfalt Sorgfalt, in der Nähe von Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit. Pier Giorgio Frassati ist ein Heiliger unserer Zeit. In seiner Nähe war der Himmel spürbar und ist es noch immer.

Das Bündnis, also die verbindliche Nähe, ist die zentrale Praxis der Schönstätter. Wir erleben dabei: Verso l’Alto.

Alberto


Sehnsucht

 „Der Gottestrieb im Menschen kann zwar vorübergehend unterdrückt, irregeleitet, aber nicht auf die Dauer getötet werden. Der Mensch ist nicht nur ein animal sociale, ein animal  metaphysicum, sondern auch ein animal religiosum. Der Gottestrieb gehört zu den Urtrieben der menschlichen Natur, und solche Triebe lassen sich auf die Dauer nicht unterdrücken und erdrosseln. So steht der moderne Mensch vor uns: lange Strecken (seines Lebens) losgelöst von seinem Gotteshunger, der aber dann periodenweise urgewaltig auf und durchbricht.“

Joseph Kentenich Gründer der Schönstatt-Bewegung

  Ob es die Sehnsucht auch heute noch gibt
ob sie noch immer
die Sprache des wilden Thymians spricht
oder nur ein Insektensummen ist
eine Zweigschattenkühle
die sich zweigschattenleicht
über die geschlossenen Augen legt

                                                                        Werner Lutz

Sehnsucht

 Ja, Sehnsucht gibt es definitiv noch – sie gehört zu den tiefsten und zeitlosesten Gefühlen der menschlichen Seele. Auch wenn sich unsere Welt durch Digitalisierung und ständige Erreichbarkeit verändert hat, bleibt das grundlegende Verlangen nach dem, was fern, unerreichbar oder verloren ist, tief in uns verankert.
Dazu gehört auch die Sehnsucht nach Gott, nach einem „höheren Wesen“. Pater Kentenich bezeichnet diese Sehnsucht als Gottestrieb und Gotteshunger.

Die Sehnsucht zeigt sich heute z. B. als

– Sehnsucht nach Heimat:
nach Geborgen- und Vertrautheit, nach Zeiten, die angeblich einfacher, sicherer oder besser waren.

– Sehnsucht nach echter Nähe:
Trotz hunderter Online-Kontakte bleibt das tiefe Verlangen nach realer, bedingungsloser Verbundenheit und Wahrhaftigkeit.

– Sehnsucht nach der Natur:
Der Drang, aus urbanen Räumen auszubrechen und eine tiefe, fast spirituelle Verbindung zur Natur zu spüren.

Sehnsucht ist ein innerer Kompass. Sie zeigt uns, was uns im Leben wirklich fehlt und treibt uns an, Barrieren zu überwinden, etwas zu erschaffen oder neue Wege einzuschlagen. Ohne Sehnsucht gäbe es oft keine Veränderung und keine Bewegung in unserem Leben, – nur rasenden Stillstand.

Silvio


„Wir sind eine katholische Gemeinschaft von Männern, die Verantwortung übernehmen – für sich, ihre Familien und die Gesellschaft. Wir leben christliche Werte modern, alltagsnah und mit echter Brüderlichkeit als Rückhalt. Inspiriert von der Schönstatt-Spiritualität schöpfen wir Kraft aus dem Glauben, um die Welt von heute aktiv mitzugestalten.“

Zusammen unterwegs

Jedes Jahr gestalten wir unsere Sommer-Exerzitien-Woche.

Dieses Jahr waren wir in Schönstatt.

Zusammen singen, beten, wandern, zuhören, austauschen, nachdenken und feiern.