Unsere Spiritualität? Christus-Verbundenheit durch Maria
„… und die Mutter Jesu war dabei.“ (Joh 2,1)
Fast beiläufig wird die Anwesenheit Mariens bei der Hochzeit zu Kana erwähnt. Sie ist dabei, um ihrem Sohn bei den Menschen zum Durchbruch zu verhelfen und um Christus-Verbundenheit in ihre Herzen zu pflanzen.
Wir leben in Verbindung zwischen Schöpfer und Schöpfung
Wie Maria möchten wir die Verbindung zwischen Schöpfer und Schöpfung leben, Gottes Anwesenheit in der Welt erfahrbar machen und aus der Wirklichkeit des Bundes zwischen Gott und den Menschen tatkräftig in unserem Umfeld wirken.
Unser Säkular-Institut entstand in den dreissiger Jahren und ist Teil der internationalen Schönstatt-Bewegung. Es ist kirchlich anerkannt und international verbreitet.
Unser Leben bedeutet die Hingabe zu Gott
Die Welt ist Ort und Weg unserer Hingabe an Gott. Wir entscheiden uns, in ihr zu bleiben und das moderne Leben christlich zu gestalten.
Wir leben nach den evangelischen Räten:
Ehelosigkeit heisst, sich ganz dem Gott der Liebe überlassen und frei werden für den Dienst an anderen.
Der Gehorsam – konkret geübt – hilft uns, Gottes Wünsche wahrzunehmen.
Armut als verbindlich gelebte Anspruchslosigkeit lehrt uns das verantwortungsbewusste Haben und Loslassen.
Weitere Informationen zu uns finden Sie unter www.frauen-von-schoenstatt.de oder unter http://www.saekularinstitute.de/saekularinstitute/frauen-von-schoenstatt
Gerne können Sie mit uns Kontakt aufnehmen:
Frauen von Schönstatt
Abendweg 29
6006 Luzern
Tel. 041 372 08 52
frauen.von.schoenstatt@schoenstatt.ch
Veranstaltungen der Frauen von Schönstatt
Lichtfeier am Vorabend des Jubiläums-Festtages in Quarten
12. September um 19:30 - 21:00 at Zentrum Neu-Schönstatt QuartenJubiläums-Festtag in Quarten
13. September um 09:00 - 16:30 at Zentrum Neu-Schönstatt Quarten
….“Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde“….
Genesis 12,1

50 Jahre auf dem Weg im Liebesbündnis als Frauen von Schönstatt
Entstanden ist unsere Gemeinschaft Frauen von Schönstatt in der Schweiz anfangs der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, in der Verbannungszeit unseres Vaters und Gründers. Die jungen Schweizerinnen mussten ausziehen, hineinwachsen in eine deutsche Gemeinschaft, loslassen eigene Vorstellungen von einer gefestigten Gemeinschaft. Loslassen die Freude eine Gemeinschaft gefunden zu haben bei der der Gründer noch lebte. Dieser Gründer, Pater Kentenich, war weit weg, nicht erreichbar. Die ersten Frauen von Schönstatt in der Schweiz trugen von Anfang an die Sehnsucht in sich familienhafte Gemeinschaft zu werden, dem Gründer zu begegnen, Heimat zu finden im Heiligtum.
In dieser Zeit suchten sie bewusst ihr Gemeinschaftsideal. Familia Patris war das „Zauberwort“. Nach der Abstimmung im September 1965 kam die Nachricht, dass der Vater und Gründer auf dem Weg nach Rom sei. Diese frohe Botschaft haben sie als eine Bestätigung ihres Ideals gedeutet; die Gottesmutter schenkte Heimat im Ideal und die tiefe Erfahrung wir sind angenommen.
Vor 50 Jahren, am 15.September 1968 war der Tag des Bündnisschlusses als Gemeinschaft unter dem Leitstern Familia Patris. Nach langem Warten und Gesprächen mit unserem Vater stand dieses Datum fest.
Über diesen denkwürdigen 15. September 1968 berichtet Rosa Krummenacher die damals unsere Regionaloberin war; «Unsere grosse Sehnsucht war, dass der Vater der Familie an diesem Tag bei uns sei. Genau zu der Zeit, in der die Gemeinschaft das Liebesbündnis geschlossen hat, 7.00 Uhr am Morgen des 15.September, wurde unser Vater und Gründer in Schönstatt in der Sakristei der Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt heimgerufen. Grosse Betroffenheit, Schmerz und Trauer erfüllte die Herzen der Familia Patris. In der Anbetung versuchten wir das Unfassbare zu fassen, uns zu öffnen für den neuen, anderen Weg, der für uns vorgesehen war. Die göttliche Vorsehung wies hin auf die Heimat im Herzen des Vaters, der unsere Gemeinschaft in seinem Sterben hinein genommen hat in die Heimat beim Dreifaltigen Gott.»
Der Weg der Familia Patris war geprägt von der Sehnsucht nach dem Heiligtum. Das Heiligtum: Heimat, Ort der Wandlung und Stärkung für den Weg der Berufung mitten in der Welt. Heimat, in der sich die Familie des Vaters, die Frauen von Schönstatt in der Schweiz entfalten dürfen. Zwei Häuser mussten verlassen werden, weil sich dort das Heiligtum nicht verwirklichen liess. Das Loslassen eigener Pläne, das Hoffen trotz allem fällt in diesen Jahren oft schwer; immer wieder aufbrechen, neue Wege beschreiten, wie, wohin? „Die Frauen von Schönstatt“ gehören auf die Strassen; radikal mitten hinein, ganz bei den Menschen sein, sagt uns unser Vater.
Nach einer gemeinsamen Wallfahrt nach Dachau im Mai 1977 erhalten wir erste Hinweise auf das Gelände an der Schädrütihalde in Luzern. Nach langen Pilgerwegen wird unsere Sehnsucht erfüllt. Am 14./15.September 1980 wird unser Heiligtum „Familia Patris“ zusammen mit dem Gemeinschaftshaus eingeweiht. Tiefe Dankbarkeit und Freude bewegt uns. Wir dürfen daheim sein, eine recht grosse, junge Gemeinschaft darf von hier aus wirken und wachsen, so sind wir überzeugt. Der Pilgerweg scheint zu einem Ende zu kommen.
Doch wieder ist loslassen angesagt. Innert kurzer Zeit ruft Gott vier kaum 50 Jahre alte Mitschwestern heim. Will uns der Vater die Sehnsucht der ewigen Heimat im Himmel neu ins Herz schenken?
Als Gemeinschaft dürfen wir während vielen Jahre erfahren: das Familia Patris Heiligtum darf natürlich-übernatürliche Heimat sein für Viele: für Pilger aus der Pfarrei und Nachbarschaft, für Gruppierungen aus der Kirche, Gliederungen und Gemeinschaften unserer Schönstattfamilie, junge und ältere Menschen.
All die Jahre vertieft sich in uns die Sehnsucht und Hoffnung nach Mitschwestern, die den Weg mit uns gehen; mit der Gottesmutter mitten in der Welt den Menschen Christus bringen.
Leider hat sich diese Sehnsucht nicht erfüllt, schmerzhaft erfahren wir; die Gemeinschaft der Frauen von Schönstatt in der Schweiz ist wird kleiner und älter. Viele Mitschwestern sind unserem Vater und Gründer gefolgt auf dem Weg in den Himmel; heim zum Dreifaltigen Gott.
In grosser Dankbarkeit feierte unsere Gemeinschaft am 15.September 2018 fünfzig Jahre Liebesbündnis als Familia Patris. Es sind unsere letzten Gemeinschaftstage in unserem Haus. Loslassen eigener Vorstellungen ist neu und tiefer angesagt. Das tut weh. Wir wissen, wir müssen uns öffnen für den neuen Weg, den uns die Muttergottes zeigen will. Wir gehören auf die Strassen dieser Welt. Das heisst; solidarisch, konkret das Leben vieler Menschen teilen, die heute heimatlos sind, gerade auch Frauen.
Unser Pilgerweg als Familia Patris geht weiter, auch wenn wir jetzt Haus und Heiligtum an der Schädrütihalde verlassen müssen. Gebunden im Liebesbündnis mit Maria und untereinander sind wir auf dem Weg in die jenseitige Heimat, in die uns unser Vater und Gründer am 15.September 1968 mitgenommen hat. Loslassen – neu aufbrechen – vertrauen auf die Verheissung Gottes.
„Ich glaube fest, dass nie zu Grunde geht, wer treu zu seinem Liebesbündnis steht“ hat uns Pater Kentenich zur Weihe am 15.September 1968 geschrieben.
Ja, Vater, mit dir brechen wir neu auf, dahin, wo du für uns das „verheissene Land“ bereitest: mitten in der Welt, solidarisch mit den Menschen heute.
Die Sehnsucht in unseren Herzen bleibt:
Familie des Vaters sein als Gemeinschaft der Frauen von Schönstatt, aber auch als gesamte Schweizer Schönstattfamilie.
